FC Hansa Rostock – FC Heidenheim 3:2 n.V.

Ostseestadion, 15.000 Zuschauer

Aufgrund des Massenevents „Hanse Sail“ ist Rostock an diesem Wochenende ein durchaus teures Pflaster, zumindest was die Hotelpreise betrifft. Das für mich einzig bedeutende Spektakel findet hingegen bereits nach Ende der Segelshow statt, ist vergleichsweise preiswert und durchgängig unterhaltsam.

Im Gegensatz zu Greifswald am Vortag herrscht heute klassisch wechselhaftes Ostseewetter. Einem sonnigen Morgen folgt ein immer wieder mit Regen und Wind versetzter Mittag und Nachmittag. Die Besichtigung der Hansestadt fällt daher zügig aus und wird abgekürzt, um nicht völlig unterkühlt zum DFB-Pokal-Spiel zu kommen. Immerhin bleibt mir für weiteres Sightseeing auch noch der gesamte Montag vor der Rückreise.

Je weiter man sich dem Stadion nähert, desto mehr dominieren die Farben Rot-Weiß-Blau. Die Vorfreude auf dieses Cupmatch ist ganz offensichtlich riesig. Trotz genauer 3G-Kontrollen verläuft der Einlass rasch und mit Anpfiff ist das Ostseestadion bis auf den letzten Platz gefüllt. Auf dem Rasen geben die Gäste vorerst den Spielverderber und dominieren die erste Halbzeit. Folgerichtig gelingt ihnen auch der zu dieser Zeit absolut verdiente Führungstreffer. Der guten Stimmung auf den Rängen tut dies allerdings keinen Abbruch.

Noch besser wird die Atmosphäre freilich ab dem Augleich in der 57. Minute, der das Stadion zum ersten Mal an diesem Abend zum Überkochen bringt. Der immer stärker werdenden Heimmannschaft gelingt jedoch die Entscheidung vor Ablauf der 90 Minuten nicht mehr, das Spiel geht in die Verlängerung. In dieser hat Hansa sowohl den besseren Start als auch das bessere Ende für sich: Nach der erneuten Führung in der 94. Minute wird in der Pause der Verlängerung zur Feier schon spontan die Vereinshymne angestimmt – und das in durchaus beeindruckender Lautstärke. Lediglich die Heidenheimer zeigen sich davon wenig eingeschüchtert, gleichen sofort nach Wiederanpfiff aus. Dem 3:2 in der 120. Minute haben sie jedoch nichts mehr entgegenzusetzen. Und nun brennt die „Kogge“ lichterloh und das Stadion gleicht einem Freudenhaus.

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