Frauen: FC Bayern München – FC Barcelona 1:1

Allianz Arena, 31.000 Zuschauer

Es gab einmal Gründe, dieses Stadion extra ohne Spielbeteiligung des FC Bayern München zu besuchen (Bericht). Und es gibt diesmal Gründe, die Visite TROTZ einer Beteiligung des FC Bayern München noch einmal zu wiederholen. Frauenfußball auf dem Niveau eines Champions-League-Halbfinales und vor entsprechend größerer Kulisse ist dabei einer davon, die durchaus nicht ganz so unsympathischen Gegnerinnen ein weiterer.

Abgesehen von den herumgrölenden Bsuff-Machos in der U-Bahn gleicht die Fahrt und der Anmarsch zur Arena in Fröttmaning einem fröhlichen Volksfest. Spätestens hier lässt sich erhoffen, dass doch noch mehr als die im Vorfeld angekündigten 20.000 Karten abgesetzt wurden – und dies sollte sich dann ja auch bewahrheiten.

Die erste Hälfte des Spiels ist von der in aller Ruhe vorgetragenen Dominanz der Barcelona-Spielerinnen bestimmt, die Gastgeberinnen können nur selten Gegenakzente setzen. Barca geht früh in Führung und verwaltet dann eben geschickt und mit möglichst wenig Kraftaufwand. Erst gegen Ende der ersten 45 Minuten nimmt das Match noch etwas an Fahrt auf.

Deutlich anders dann das Bild in Hälfte zwei. Die Bayern-Frauen finden immer mehr Mittel, vor das gegnerische Tor zu kommen. Die Katalaninnen wollen das für sie gute Ergebnis zusehends nur mehr irgendwie bis zum Schlusspfiff retten. Diese Einstellung rächt sich aber, als den Roten doch noch der zu diesem Zeitpunkt völlig verdiente Ausgleich gelingt.

Jetzt ist auch das Stadion wieder hellwach, in dem zuvor eine zwar durchwegs gute, aber keine besonders dichte Fußball-Atmosphäre geherrscht hat. Dass diese Stimmung auch noch bis zum Abpfiff anhält ist dann überweigend der Verdienst der Schiedsrichterin, die zuerst einer Bayern-Kickerin die Rote Karte zeigt und dann Verwarnungen und Gelbe Karten quasi im Minutentakt verteilt. Am Ergebnis ändert dies allerdings nichts mehr – da hilft auch das regelmäßig ausgestoßene „Jo sog amoi“ einer in der Nähe sitzenden Zuschauerin nix.

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