Borussia Dortmund – Werder Bremen 2:1

Signal Iduna Park, 81.365 Zuschauer

Vor sieben Jahren wurde die Stadt und das Stadion bereits einmal besucht, allerdings kann man diesen Tempel des Fußballs auch durchaus ein weiteres Mal beehren. In der momentan vorherrschenden schwarz-gelben Euphorie sowieso. Gut möglich, dass wir hier den neuen deutschen Meister spielen und die Winterkrone übernehmen haben sehen.

Die Anfahrtszeit von Paderborn war knapp bemessen, die Deutsche Bahn bringt uns aber immerhin direkt vor die Tore des ehemaligen Westfalenstadions. Vor diesem wurlt es schon beachtlich, auch Bremer sind hier überall zu sehen. Auf meinem Platz kann ich zudem auch noch den offenbar als Höhepunkt des Vorprogramms einprogrammierten Auftritt eines Weihnachtslieder singenden Kinderchores verfolgen. Zum Glück ist dies der einzige Fehlgriff an diesem Abend, auch wenn es den treuen Fans durchaus zu gefallen scheint.

Das Stadion beeindruckt auch beim zweiten Mal ohne Wenn und Aber. Die Südtribüne bedarf sowieso keines weiteren Kommentares und entwickelt auch heute wieder oft beeindruckende Lautstärke, eine Choreographie bekommt man heute von ihr allerdings leider nicht zu sehen. Aber auch die Bremer Auswärtsfans liefern eine sehr gute Leistung ab, sicher beflügelt vom beherzten Auftreten ihrer Mannschaft. Mit etwas günstigerem Verlauf hätte das Match durchaus anders ausgehen können, selbst wenn der Sieg für Dortmund über 90 Minuten mehr als verdient ist.

Leider negativ fällt auch bei diesem Match der Videobeweis auf: Das 1:0 wird zuerst wegen Abseits aberkannt, nach Rückmeldung aus Köln dann aber doch gegeben. Der künstlich angestimmte Jubel nach Sekunden der Stille schmerzt als Fußballfan einfach enorm. Ähnlich die Situation dann beim vermeintlichen 3:1 bereits in der Schlussphase. Momenten der Ekstase folgen zuerst Unglauben und dann Kopfschütteln über die Erkenntnisse nach der erneuten Analyse der Szene – auch wenn die Aberkennung durchaus korrekt war.

Emotionales Highlight der Partie ist mit Sicherheit die Verabschiedung vom langjährigen Dortmund-Spieler Nuri Sahin, der mit Werder erstmals als Mitglied der Gästemannschaft vor der Süd aufläuft. Nach dem offiziellen Akt vor Anpfiff erfolgt die absolute Adelung nach Ende des Spiels durch die Fantribüne selbst, die ihn mit Sprechchören abfeiert und zu sich ruft. Viel schöner kann gegenseitige Zuneigung und Wertschätzung wohl nicht demonstriert werden.

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