CA Excursionistas – Deportivo Armenio 1:1

El Coliseo del Bajo Belgrano, ca. 700 Zuschauer

Wer eine Vorstellung vom immer warmen und sonnigen Buenos Aires hat, der sollte hier nie im beginnenden lokalen Frühling vorbeikommen. Seit Tagen wird das Wetter schlechter und schlechter. Mittlerweile ist es derart übel, dass selbst ich meine kurzen Hosen weggepackt und die Winterjacke aus dem Rucksack hervorgeholt habe – damit passe ich mich zumindest auch äußerlich immer mehr den Einheimischen an.

Die heutige Partie der vierten Spielklasse findet im Viertel Belgrano statt. In einigen Straßenzügen befindet sich hier auch das Chinatown von Buenos Aires, das sich insofern auch abhebt von anderen Vierteln, als Straßennamen auch mit chinesischen Schriftzügen versehen sind. Und die Fußgängerzonen treten nicht nur an Samstagen und Sonntagen inkraft, sondern auch zum chinesischen Neujahrsfest.

Etwas abseits davon findet man das Stadion des Club Atletico Excursionistas, der seinen Namen dem Erkundungsgeist (des Landesinneren) seines ersten Präsidenten verdankt. Daher rührt übrigens auch die Vereinsfarbe – grün wie das Gras. Nur in den frühen 20er-Jahren schnupperte man hier Erstligaluft, danach pendelte der Klub immer wieder zwischen vierter und zweiter Liga. Dennoch verfügt er über ein Stadion für immerhin 8000 Zuschauer. Und auch aufgrund der von vielen getragenen Vereinsutensilien kann man die Verankerung des Vereins durchaus festmachen.

Das Spiel beginnt bei strömendem Regen und endet bei fast schon blauem Himmel mit zumindest etwas Sonnenschein. Andersherum verhält es sich allerdings auf dem Rasen: Die Partie beginnt durchaus flott und auch mit dem raschen 1:0 der Gastgeber (der Torschütze küsst dafür sein Kind auf den Zuschauerrängen) sowie dem baldigen Ausgleich. Danach verflacht sie allerdings zusehends und endet verdient mit Punkteteilung.

Auf den Rängen singen die, kameratechnisch leider schlecht platzierten, Heim-Harcores beinahe das gesamte Spiel durch – Trommeln und Trompeten sorgen dabei für die typisch südamerikanischen Klänge. Hinter einem der Tore ist zudem auch ein nicht so kleiner Auswärtsmob vorhanden. Außer beim Ausgleich macht er aber nicht auf sich aufmerksam.

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