Toolpoint Areena, 2.182 Zuschauer
Fußballerische Höhenflüge habe ich mir am letzte Tag vor meiner Heimreise aus Finnland nicht unbedingt mehr erhofft. Doch selbst sehr niedrige Erwartungen können bekanntlich unterboten werden. Nur das Stadion, quasi direkt in der Einflugschneise dreier Skisprungschanzen, hielt genau das, was es versprochen hatte.
Obwohl die Region um Lahti bereits früh nachweislich besiedelt war und sich hier wichtige Handelsrouten kreuzten, erhielt der Ort erst 1905 das Stadtrecht. Durch die Industrialisierung ab 1870 und die Ansiedlung von Flüchtlingen im Winterkrieg 1940 wuchs Lahtis Bevölkerung sehr rasch an.
Seit 1923 ist Lahti vor allem auch als Wintersportmekka bekannt, bereits siebenmal fanden hier die Nordischen Skiweltmeisterschaften statt. Im beginnenden Sommer hält sich der Reiz der Stadt allerdings in doch sehr engen Grenzen.










Der FC Lahti entstand 1996 durch die Fusion zweier regionaler Fußballvereine und ist seitdem Stammgast in der höchsten finnischen Liga – mit seltenen Ausflügen nach unten. Von seinen Vorgängern erbte der Klub insgesamt acht Meistertitel und neun Pokalsiege.
Wäre da nicht die Partie bei HJK, ebenfalls unter Beteiligung des FC Lahti, so wäre dies mit Sicherheit das schlechteste Match der gesamten Finnland-Tour gewesen. So siedelt es sich aber „nur“ auf dem vorletzten Platz an. Wie sooft fällt ein sehr frühes Tor, bei dem ein Spieler der Gastgeber im Fünferraum sträflich alleine gelassen wird und seelenruhig einköpfeln kann.
Dann passiert wirklich, wirklich lange nichts… bis der Schiedsrichter Elfmeter für die Gäste pfeift. Und dieser wird auch tatsächlich verwandelt. So wirklich Chancen auf den Siegestreffer gibt es auf beiden Seiten nicht.













