Spartak Trnava – Slovan Bratislava 0:0

City Arena, 15.101 Zuschauer

Ein besonderes Highlight bieten am Arsch der Welt immer wieder Schienenersatzverkehre, besonders, wenn man der Landessprache nicht mächtig ist. In dem Fall wurde ausgerechnet heute auf dem Weg nach Trnava zwischen Senica und Jablonica einer eingerichtet. Die Fahrt mit dem Bus wird zu einer kleinen Abenteuerreise durch die slowakische Provinz. Immerhin bemerke ich so aber auch bereits früh, wie viele Spartak-Anhänger sich schon von hier auf den Weg zum einzigen Derby des Landes machen.

Seit dem letzten Besuch in Trnava hat sich doch so einiges getan. Aus dem Stadion Antona Malatinskeho wurde mit der City Arena der modernste Fußballtempel der Slowakei, bei dem ein direkt angeschlossenes Einkaufs- und Kinozentrum natürlich nicht fehlen darf. Hatte bereits das alte Stadion durchaus Charme, so wurde er mit der neuen Arena nicht unbedingt zerstört. Von außen überwiegt zwar eindeutig der Multiplex-Eindruck, innen versprüht sie aber durchaus britisches Flair, was auch gut zur Fankultur der Rot-Schwarzen passt. Auf drei Seiten zweirangig, die kleine Gegengerade wirkt da fast ein bissl aus dem Konzept gefallen, entfaltet schließlich aber vielleicht gerade dadurch durchaus Charme. Ihr ist auch noch ein „Stimmungsfänger“ aufgesetzt, der den Hall wohl wieder ins Stadion zurückwerfen soll.

Die Atmosphäre ist anfangs ziemlich gut, gleicht sich dann aber sehr rasch dem Spiel an, das flau dahintröpfelt. Nur bei wenigen Situationen bemerkt man den für slowakischen Verhältnisse weit überdurchschnittlichen Besuch. In der zweiten Halbzeit geht dann eigentlich gar nichts mehr, eine knapp fünfminütige Trinkpause (bei gefühlten Minustemperaturen!) setzt der ganzen Langeweile dann noch das Sahnehäubchen auf.

So wird die Unterhaltung mit den Groundhoppern, die gemeinsam mit dem auf der Pressetribüne weilenden Brucki ebenfalls angereist sind, zum einzigen Vergnügen des Nachmittags. Neben dem Austausch von Reiseweisheiten lernen wir auch noch einen Slowaken kennen, der in Wien bei Feibra arbeitet und uns mit seinen Deutschkenntnissen beeindrucken will („Vorsicht, ich verstehe alles!“).

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