VfB Stuttgart – Bayer Leverkusen 2:2

Mercedes-Benz-Arena, 47.400 Zuschauer

Wichtiger Vermerk: In Süddeutschland sind Anfang Oktober alle deppert. Kaum dem bayrischen Festwahn entflohen, lande ich in Stuttgart, nur um draufzukommen, dass hier zwar nicht die Wiesn, dafür aber der Wasen voll im Laufen ist – welch fundamentaler Unterschied! Dirndl, Lederhosen, Bier, vielleicht noch der hier fehlende Gamsbart, was will ma mehr? Fußball, zum Glück…

Die (derzeit mit dem Vorsatz Mercedes-Benz versehene) Arena des VfB im Stadteil Cannstatt liegt direkt beim Festgelände der Wasen, wodurch ich dem ganzen Trubel nicht ganz entgehen kann. Von außen merkt man wenig vom Stadion, weil es rundum relativ dicht umbaut ist. Nur die doch sehr imposante Dachkonstruktion scheint immer wieder durch. Innen weiß die Arena jedenfalls sehr zu gefallen, auch wenn die Tribünen nur sehr flach ansteigen. Die Cannstatter Kurve, in der sich auch die Stehplätze der Heimfans befinden, weist eine (zumindest deutschlandweite) Besonderheit auf, die ich nach dem Spiel sogar selbst besichtigen konnte. Die Pissoire auf dieser Tribüne verfügen nämlich über Sichtfenster, durch die man – selbst bei sprichwörtlichen Scheißspielen – direkt auf den Rasen schauen kann. Um zu diesem Genuß kommen zu können, muss man aber etwas größer als ich sein.

Für die Stimmung ist der sehr große Stehplatz-Sektor zuständig und macht dies auch ganz gut („Vorwärts Jungs aus Cannstatt, hey, Jungs aus Cannstatt…“). Teils gibt auch der eigentlich Sitzplatzsektor über den Hardcorefans den Takt vor, wo offenbar einige Alt-Fans versammelt sind, die zu einem großen Teil ebenfalls stehen. In meinem Teil des Stadions wird das hingegen nicht so gern gesehen, selbst beim „Steht auf, wenn ihr Schwaben seit“ kommt von hinten sofort das rumgemaule, ob man denn da im Stehsektor gelandet sei.

Das Match vor 47.400 Zuschauern ist unterhaltsam, wenn auch sicher nicht hochklassig. Bayer geht früh durch Kießling in Führung, Ibisevic gleicht sieben Minuten später durch Elfer aus (19.). In der zweiten Halbzeit dann das umgekehrte Spiel, mit gleichnamigen Torschützen: Das 2:1 fällt nach schöner Vorarbeit durch Holzhauser, der bei seiner Auswechslung Standing Ovations bekommt, der Bayer-Ausgleich jedoch wenig später.

P.S.: Maskottchen „Fritzle“ bedarf wohl keines eigenen Kommentars…

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