SV Wacker Burghausen – Hallescher FC 2:0

Wacker-Sportpark, 2.750 Zuschauer

Den Alkohol wieder halbwegs abgebaut, besteige ich in Augsburg den Dirndl-Bomber gen München, um gleich wieder in eine dichte Duftwolke aus Bier und sonstiger Folklore getaucht zu werden. Hier beweisen die Deutschen, dass ihre Wiesn-Witze auch nicht viel besser sind, als die österreichischen vom Vortag.

Am Hauptbahnhof herrscht de facto Lederhosen-Pflicht, das Ziel der großen Menschenmengen ist aber mit meinem zum Glück nicht ident. Bei den Regionalzügen Richtung österreichischer Grenze treffe ich dann auch mal normale Menschen. Neben Münchnern die – O-Ton – bewusst dem „Oktoberfest-Wahnsinn“ entfliehen, marschieren auch die ersten Halle-Fans auf, die besingen, wo sie ihren „Saahmän“ am liebsten hinbefördern würden. Okay, auch Fußballfans sind nicht vor tiefen Sprüchen gefeit.

„Fohrn Sie denn a zum Fuaßboi“, heißt es dann im Umsteigebahnhof Mühldorf von einer etwas besorgten – aber laut eigenen Angaben nicht ängstlichen – Mitreisenden, die sich ob der mittlerweile großen Anzahl an Fans und damit verbunden auch der Polizei doch etwas wundert. Zuvor hat mich dasselbe bereits einer der Polizisten gefragt, der mit seinen Kollegen eine strikte Fan- und Nicht-Fan-Trennung im Zug nach Burghausen vornimmt. Wobei ich trotz dem Salzburg-Pulli („Keine Macht den roten Bullen“ zuvor von einem Halle-Fan zu hören bekommen ;-)) einen Platz – und damit auch was zum Sitzen – im normalen Bereich bekomme.

Der Weg zum Wacker-Sportpark ist kurz und führt an einem idyllischen Waldweg vorbei. Das Stadion selbst besteht aus einer großen Haupttribüne und einer Mini-Gegengeraden. Die beiden Fantribünen sind aus Stahl und provisorisch auf der das Spielfeld umgebende Laufbahn errichtet.

Nur 2.750, dafür echt viele Fans des ostdeutschen Aufsteigers (geschätzt 300-400) wollen sich das Drittligaspiel anschauen. Stimmung ist großteils Mangelware, auch wenn sich der harte Kern beider Mannschaften ganz ordentlich ins Zeug legt. In der ersten Halbzeit ist das Spiel extrem lau, erst in der zweiten können sich die Gastgeber einige Chancen erarbeiten. Das viel umjubelte 1:0 fällt nach einem Freistoß, das 2:0 dann nach einem Gewusele im Strafraum.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s