NS Mura – NK Domzale 5:1

Stadion Fazanerija, ca. 2.500 Zuschauer

Vorbei an den idyllischen Landschaften der Südsteiermark landen wir an einem schwülen Sommerabend in der nordslowenischen Kleinstadt Murska Sobota. Im Lauf der Jahrhunderte wurde dieser Fleck Land den verschiedensten Herrschaftsgebieten zugerechnet. Ähnlich wechselhaft lief auch die – wesentlich kürzere – Geschichte des lokalen Fußballvereins. Momentan befindet er sich aber wieder in der höchsten slowenischen Spielklasse.

2013 wurde Vorgängerverein ND Mura (selbst erst 2005 gegründet) wegen finanzieller Probleme aufgelöst. Aus dem Jugendteam entstand der neue Klub, der allerdings in den unteren Ligen beginnen musste. Nun ist man wieder ganz oben angekommen und spielt seine Debütsaison in der PrvaLiga Telekom Slovenije.

Die Mura-Fans gelten angeblich neben jenen aus Maribor und Ljubljana als die treuesten und heißblütigsten des Landes. Zumindest bei unserem Besuch bekommen wir dies auch zu spüren. Zwar gibt es auf einer alleinstehenden Tribüne des Stadions sogar einen kleinen Ultras-Bereich, dem wird aber von den „Normalos“ sehr schnell der Rang abgelaufen. Sprechchöre und Anfeuerungsrufe kommen über das ganze Spiel hinweg aus allen Sektoren. Selbst Ballgewinne tief in der eigenen Hälfte werden gefeiert, als ob bereits die gesamte Saison damit gewonnen wäre. Die Lautstärke ist extrem beeindruckend, vor allem auch weil das Stadion durch seine Weitläufigkeit nicht gerade ideal für eine dichte Atmosphäre errichtet wurde.

Freilich trägt die Mannschaft heute selbst auch viel zu einem versöhnlichen und ausgelassenen Fußballabend gegen den immerhin im Europacup startenden Gast bei. Bereits in der 6. Minute gehen die Schwarz-Weißen in Führung, danach lassen sie sich das Spiel nur selten wieder etwas aus der Hand nehmen. Nach dem 4:0 schaut es kurz sogar nach einem noch größeren Schützenfest aus, als der Torabstoß direkt wieder zu einer Großchance der Gastgeber führt. Aber auch mit dem 5:1 kann der Aufsteiger wohl mehr als leben – die Gratisblitzer aus dem benachbarten Freibad scheint das Ergebnis jedenfalls sehr gefreut zu haben.

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