DAC Dunajska Streda – Ferencvaros TC 1:0

MOL Arena, 8.400 Zuschauer

Ob man es jetzt als Heimspiel oder Auswärtsspiel für beide Mannschaften bezeichnet, ist wohl eher Ansichtssache hier. Das hohe Zuschaueraufkommen bei diesem Freundschaftsmatch ist jedenfalls eher unslowakisch, auch wenn in der Hochburg der ungarischen Minderheit selbst bei Meisterschaftsspielen immer wieder sehr viele Menschen den Weg ins Stadion finden.

Vor sechs Jahren wurde die südslowakische Stadt schon einmal besucht. Damals hatten sie zwar gerade einen (bekannten) neuen Trainer, aber das Stadion war noch sehr, sehr alt. In den letzten Jahren wurde dieses schrittweise abgetragen, das Spielfeld um 90 Grad gedreht und schön langsam rundherum eine neue Spielstätte errichtet. Diese weiß zu gefallen und hebt sich angenehm von den sonst in der Slowakei üblichen, immer gleich ausschauenden Baukasten-Stadien ab. Fertig ist sie aber noch immer nicht ganz, eine kleine Hintertortribüne wird wohl im Lauf der Zeit das Rund noch schließen.

Da bereits bei der letzten Visite die Stadt als eher wenig interessant empfunden wurde, wird diesmal auch ob der knappen Anreise ganz auf Sightseeing verzichtet. Stattdessen wird für den mitgereisten, an Magenverstimmung leidenden Kollegen aufopferungsvoll eine slowakische Heilanstalt aufgesucht, bitter notwendige Medizin in Form einer Sachertorte besorgt und an Ort und Stelle eingenommen (man selbst begnügte sich mit einer dezenten „torta bounty“).

Die offizielle Zuschauerzahl ist zwar meiner Meinung nach zu hoch gegriffen, die Stimmung bei diesem eher sommerlich ruhigen Gekicke aber wirklich gut. Slowakisch hört man hier aus den Stadionlautsprechern gar nicht, auf den Tribünen lediglich vereinzelt. Stattdessen wird – nach dem feierlichen Aufziehen der entsprechenden Fahne im Sektor der Heimfans – inbrünstig die ungarische Hymne angestimmt. „Ria, ria – Hungaria!“-Rufe von beiden Fansektoren sind zudem die bei Weitem lautesten des gesamten Repertoires.

Den 1:0-Heimsieg feiert die Heimmannschaft, nachdem Ferencvaros von allen Tribünen abgefeiert und verabschiedet worden war, gemeinsam mit einem ebenfalls beim Spiel anwesenden Brautpaar – Mannschaftsfoto auf dem Rasen inklusive! So romantisch ist halt dann doch nur der Fußball…

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