CA San Lorenzo – Club Olimpo 2:0

Estadio Pedro Bidegain, ca. 18.000 Zuschauer

Hätte San Lorenzo nur diesen einen (bestimmten) Fan, dann wären sie vor einigen Jahren dennoch einem größeren Publikum außerhalb Argentiniens bekannt geworden. Zum Glück gibt es aber außer dem Papst noch einige andere Anhänger dieses Vereins, die noch dazu nicht den größten Teil des Jahres in Rom verweilen. Mit ihnen gemeisam komplettiere ich die „Großen Fünf“ von Buenos Aires.

In den letzten Jahren führten die Anhänger des ursprünglich in Almagro gegründeten Vereines eine beeindruckende Kampagne, um wieder in ihren alten Stadtteil Boedo zurückzukehren. Dort wurde 1979 das Stadion wegen enormer Schuldenlast verkauft und auf dem Grundstück ein Supermarkt errichtet. Nach zahlreichen Demonstrationen und massivem politischen Druck konnte schließlich eine Einigung erzielt werden. Laut meinen Informationen soll heuer sogar noch mit dem Bau der neuen Arena begonnen werden.

Das auch Nuevo Gasometro genannte Stadion steht derzeit in Nueva Pompeya im äußersten Süden der Stadt. Sehr toll ist es nicht an den öffentlichen Verkehr angeschlossen. Der erste Bus, den ich eigentlich nehmen wollte, verkehrt heute aus irgendeinem Grund nicht. Der zweite bringt mich dann zwar ans Ziel, zurückgekommen wäre ich aber mit dieser Linie nicht so schnell wieder. Nach einer Stunde Warten nehme ich einfach den nächstbesten Richtung Stadtzentrum.

Als Gesamtkonzept funktioniert das Estadio Pedro Bidegain nicht wirklich: Rund zwei Drittel des Stadions sind ein Oval, das dann plötzlich unterbrochen wird. In die Lücke wurde die große, überdachte und gerade verlaufende Haupttribüne reingesetzt. Irgendwie ist diese Konstruktion aber so schrecklich, dass sie auch schon wieder Charme hat. Gegen den Tabellenvorletzten der argentinischen Liga ist das Stadion aber leider alles andere als ausverkauft.

Stimmung ist dennoch über das ganze Spiel hindurch durchwegs gut, auch wenn sich das Heimteam lange mit dem äußerst defensiv agierenden Gegner plagt. Nach dem Führungstreffer durch die Rot-Blauen läuft das Match allerdings wie auf einer schiefen Ebene. Olimpo aus Bahia Blanca hätte durchaus auch mit mehr als zwei Gegentreffern die Heimfahrt antreten können müssen.

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