Club Cerro Porteño – Deportivo Capiata 2:0

Estadio General Pablo Rojas, ca. 37.000 Zuschauer

Diese Stadt zieht einen Touristen in den Bann ihrer Belanglosigkeit und ermüdet dadurch extrem. Die Temperaturschwankungen zwischen kalt/verregnet und schwül/sonnig tun dabei sicher ihres dazu, auch wenn Oktober eigentlich noch eine gute Reisezeit für dieses Ziel sein soll. Wenn Asuncion was zu bieten hat, dann am ehesten wirklich noch Fußball.

So sehr ich mich auch anstrengte, ein touristisch wertvolles Ziel zu finden, es gelang mir in den letzten Tagen einfach nicht. Demnächst steht noch der botanische Garten auf dem Plan, vielleicht ist der ja wirklich so nett, wie angekündigt. Bei den bisherigen auf ihre Tauglichkeit überprüften „Sehenswürdigkeiten“ fehlt mir dazu aber mittlerweile fast etwas der Glaube.

Wenigstens das runde Leder lässt einen hier nicht im Stich: Das Stadion des bei Weitem beliebtesten Klubs des Landes befindet sich im Stadtviertel Obrero, das in einem ein bisschen besseren Zustand ist als das Stadzentrum. Bei Asuncion heißt das aber wie gesagt nicht wirklich viel. Sehr frisch, weil neu renoviert ist allerdings die Arena für knapp über 47.000 Zuschauer.

Die Absperrungen rund um „La Nueva Olla“, wie die Heimstätte Cerros auch genannt wird, sind weitläufig, zudem gibt es auch einen zweiphasigen Kartenverkauf, der den Schwarzmarkt eindämmen soll. Ab sieben Stunden vor Anpfiff kosten die personalisierten Tickets knapp 2,5 mal so viel wie vorher. Wie damit das Ziel erreicht werden soll, hat sich mir aber überhaupt nicht erschlossen, weil es schlicht unlogisch ist und eher das Gegenteil fördert. Meine Karte aus dem Vorverkauf kostet jedenfalls gerade mal etwas über 3 Euro.

Fototechnisch hätte ich lieber doch die Haupttribüne nehmen sollen, weil mir nicht bewusst war, dass sich fantechnisch auch einiges auf der Gegengeraden abspielt. Mit Überrollfahne, Rauchtöpfen, Konfettiregen und Stoffbahnen in den Klubfarben entgeht mir so sicher ein durchaus ansprechendes Bild aus gegenüberliegender Perspekitve. Dafür kann ich aber den wirklich extrem ansprechenden Support der Heimfans quasi hautnah mitbekommen.

Tonangebend ist zwar freilich die Barra Brava in der Kurve, aber die Stimmung springt immer wieder auf alle Tribünen über. Teils wird es echt massig laut, vor allem klarerweise beim Führungstreffer, aber auch kurz vor der Pause und beim Hineinbegleiten der Spieler in die Kabinen. Das Heimteam mit dem Spitznamen „El Ciclon“ spielt auch dementsprechend gut und lässt den Gästen nicht einmal den Funken einer Chance, selbst wenn das Ergebnis dann nicht sehr hoch ausfällt.

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