Malaga CF – Levante UD 3:1

Estadio La Rosaleda, 17.562 Zuschauer

Und wieder geht es vier Klassen nach oben, das gilt ein bissl auch für die – nun andere – Stadt: Granada soll hier keineswegs schlecht gemacht werden, Malaga fühlt sich dennoch cooler und entspannter an – vielleicht liegt das aber auch nur am direkten Meerzugang. Das weitläufige historische Zentrum weiß jedenfalls auf den ersten Blick schwer zu entzücken.

Schon auf einem kurzen Spaziergang kommt man neben der Kathedrale und dem alten römischen Amphitheater am Geburtshaus von Pablo Picasso vorbei, das Zentrum ist de facto autofrei und allein dadurch schon schwer entspannt. Die zahlreichen Cafes und Bars sind wegen der Nebensaison klarerweise erst spärlich besetzt, versprühen aber jetzt schon das Potential für ein reges Nachtleben.

Das Estadio La Rosaleda liegt wie so vieles hier an breiten Autoboulevards (auf denen sich der Verkehr aber in Grenzen hält), direkt an einem ausgetrocknetem Flussbecken. Architektonisch ist es nicht unaufregend, durch die weit in die Höhe ragenden Außenpfeiler für die Dächer auf den Längstribünen sehr futuristisch angehaucht.

Das erhöhte Touristeninteresse an einer Partie des Klubs lässt sich zuerst bereits daran erahnen, dass man hier an jeder Ecke schon früh Tickets zum Originalpreis angeboten bekommt, und spürt man kurz vor Spielbeginn dann auch direkt vor dem Stadion anhand der verschiedenen Sprachen und obligatorischen Selfies.

Innen hält das Rosaleda durchaus, was es außen versprochen hat. Zwei steil aufragende Ränge geben besten Blick auf das Spielfeld frei, das Ticket hinter dem Tor war um 15 Euro noch dazu ein besonderes Schnäppchen. Dennoch liefert der Fußballmontag dann eher Schonkost. Sowohl das Spiel als auch die Stimmung lassen zu wünschen übrig, kein Vergleich zum Pepp in Granada.

Hinter beiden Toren befinden sich Fansektoren, die aber nur eher spärlich mit sangesfreudigen Aficionados besetzt sind. Der über weite Strecken einsam in die Lautsprecheranlage plärrende Ultra nervt mit der Dauer eher. Wahre Stimmung kommt sowieso erst in den letzten Spielminuten auf, als Levante zuerst der Führungstreffer zum 2:1 aberkannt wird und dann Malaga doch noch einen klaren Heimsieg einfährt. Für das Team aus Valencia, das nun wohl die letzten Chancen auf den Klassenerhalt vergeben hat, tut es mir an diesem Abend richtig leid – es hätte sich zumindest einen Punkt verdient gehabt.

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