SV Meppen – ETSV Weiche Flensburg 2:2

Hänsch-Arena, 1.590 Zuschauer

Dieser Sonntag geht in meine persönlichen Katastrophen-Annalen ein. Noch vor der etwas chaotischeren Anreise wurden die beiden geplanten Spiele für diesen Tag verschoben: Jenes bei TSV Havelse (bei Hannover) bereits zwei Wochen vor Abflug, das der U19-Jugend von Hannover 96 (das vor allem wegen des Stadions interessant gewesen wäre) wenige Tage davor. So nehm ich eine sechsstündige Hin- und Retourfahrt auf mich, um den SV Meppen an der niederländischen Grenze zu besuchen.

Der Empfang ist dafür umso freundlicher: Auf dem Weg ins Stadion komme ich am lokalen Fanprojekt vorbei, werde beim Fotografieren eines Plakats von einem der Betreuer angesprochen und in die echt sehr lässigen Räumlichkeiten mit Wuzzeltisch, Playstation-Leinwand und Barbereich eingeladen. Nach einer Cola und netten Gesprächen mache ich mich mit einigen Infos zur kleinen, aber feinen Meppener Fanszene wieder auf den Weg Richtung Hänsch-Arena (früher: Emslandstadion), die in den späten 90er-Jahren sogar zweite Liga erlebt hat und rund 16.000 Zuschauer fasst.

So wie das Umland versprüht hier alles Land- bzw. Bauerncharme – das Motto „Wir ackern für den SV Meppen“ kommt wohl auch nicht von ungefähr. Nur die SPD-Sektion direkt vor der Arena poliert das Image wieder ein bisschen auf. Das Stadion besteht aus einer alten und einer neugebauten Sitzplatztribüne, sowie Stehplätzen in den Kurven. Auf der alten Tribüne reichen die Stehplätze sogar in den unteren Rang hinein – gegenüberliegend sind Steher der Tribüne vorgelagert. In einem dieser Bereiche stehen auch die Utras der Meppener, die neben Fahnenchoreo auch ganz guten Support machen – in der zweiten Halbzeit gelingt sogar ein Wechselgesang mit der Haupttribüne.

Das Spiel hat zwei Gesichter: Flensburg überrumpelt eine extrem passive Heimmannschaft in der ersten Halbzeit und geht mit 2:0 in Führung. Danach wechsle ich auf die „Sonnenseite“ gegenüber und genieße die starke Februarsonne –  ein Vergnügen, das der Gästegoalie so wohl nicht unterschreiben würde. Denn gleich nach Wiederanpfiff gelingt den Blau-Weißen der Anschlusstreffer, wenig später durch einen Elfmeter auch noch der Ausgleich. Trotz guter weiterer Chancen bleibt es dann aber beim Remis – über die gesamte Spielzeit gesehen auch durchaus verdient. Insgesamt hat sich der Ausflug jedenfalls überraschend sehr gelohnt – neben interessanter Fanszene auch noch ein gar nicht mal so schlechtes Spiel der Regionalliga Nord gesehen.

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