Borussia Mönchengladbach – SC Freiburg 1:1

Borussia Park, 47.673 Zuschauer

Wahrscheinlich tue ich der Stadt Mönchengladbach völlig unrecht. Nachdem ich mein Quartier für diese Nacht bereits in Eindhoven bezogen habe, um auch noch das Spiel von PSV am Abend zu genießen, komme ich nur zum Match in diese sicherlich vor Kultur, Spaß und Sehenswürdigkeiten nur so strotzende Metropole. Aber gut, sie hätten mir halt vielleicht auch ein besseres Wetter als diesen Regentag bieten können.

Bei der Hinfahrt merke ich: Ich schaue dieses WE nicht nur zwei niederländische Vereine an, sondern zumindest zweieinhalb. Schon ab der Grenzstadt Venlo, aber auch danach noch steigen etliche Niederländer ein, deren Herz eindeutig in Schwarz-Grün-Weiß schlägt. Das dann auch noch im Stadion Menschen aus dem neben Österreich liebsten Land der Deutschen sitzen, kann ja wohl auch kein Zufall sein.

Der Borussia Park hat von außen wenig Aufregendes zu bieten, wenn dann ragt noch die Dachverankerung optisch hervor. Vom Innenleben her ist das Stadion aber ganz nett, vor allem der mögliche Barkauf von Trank und Speis sind für deutsche Verhältnisse echt mal eine nette Abwechslung – auch bei den beiden niederländischen Vereinen musste man lästige Stadionwährung besorgen.

In der ersten Hälfte hat das Spiel sehr wenig zu bieten, höchstens die freie Sicht auf Martin Stranzl, der für ein brutales Foul bereits in der siebenten Minute die gelbe Karte sieht, kann vielleicht noch als Höhepunkt herhalten. Die 47.673 Zuschauer halten sich dementsprechend dezent zurück, nur selten wird die Nordkurve nach der Eröffnung mit „Die Macht am Niederreihn“ wirklich laut.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hör ich das Stadion dafür umso besser – blöd nur, dass ich beim 1:0 in Minute 49 gerade am Kaffeholen bin. Danach bessert sich mit dem Spiel der Gastgeber auch die Stimmung – ersteres bleibt aber nicht lang erhalten. MGB lässt sich rasch wieder hinten reindrängen und kassiert durch einen Elfer den Ausgleich. Von gut und laut kippt die Allgemeinlage nun auf ungeduldig und unruhig. Bereits zehn Minuten vor Abpfiff beginnt die große Abwanderung, erst im Bus zum Bahnhof bessert sich die Stimmung wieder, als klar wird, dass Gladbach durch die Niederlage von Schalke „einen Punkt auf die Blau-Weißen gut gemacht“ hat.

Im ICE nach Eindhoven gerate ich dann in eine Polizei-Grenzkontrolle, wobei mich die Beamten speziell filzen, weil ich angebe, dass ich zu einem Match unterwegs bin: Fußballfans – und schon gar nicht ich – sind keine Verbrecher! Die Beamten glaubten mir das nach Vorweis von Pass, Fahrschein (!) und Eintrittskarte (!!!!) auch. Vielleicht hätte meine Roda-Klubkarte noch mehr Eindruck geschunden…

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