KFC Komarno – DAC Dunajska Streda 0:3

Stadion KFC, 5.056 Zuschauer

Um ein ungarisches „Derby of love“ zu erleben, ist die Slowakei genau der richtige Ort. „Ria, Ria – Hungaria!“, ist einer der ersten Schlachtrufe, die hier zu hören sind, durchgängig wird die gemeinsame Freundschaft zelebriert und so richtig verlieren kann keine der Mannschaften. Denn jeder Sieg ist einer für Grün-Weiß-Rot.

Komarno ist die slowakische Zwillingsstadt von Komarom auf der ungarischen Seite der Donau und – soweit eine Autofahrt hindurch es wirklich beurteilen lässt – auch der bei Weitem schönere Part davon. 60 Prozent der Bevölkerung sind hier ungarisch-sprachig. Zu Zeiten der Habsburger befand sich in der Stadt ein Stützpunkt der k.u.k.-Donauflotille.

KFC Komarno wurde im Jahr 1900 unter dem Namen „Komáromi Labdarúgó Társaság“ gegründet und ist damit der älteste, heute noch aktive Fußballverein der Slowakei. Lange Zeit spielte der Klub unterklassig, ehe 2024 der Aufstieg in die Spitzenliga gelang und damit ein Duell mit dem dortigen Dauergast DAC ermöglicht wurde. Seit dieser Saison verfügt der KFC auch über ein modernes Stadion, das in seiner gesamten, verwechselbar-unverwechselbaren Bauart dem klassischen Bausatzsystem des Landes für Sportanlagen entspricht.

Trotz weiterhin hochsommerlicher Temperaturen wird die, auch auf dem Rasen freundschaftlich ausgetragene, Partie von durchwegs hohem Tempo bestimmt. Die Gastgeber kommen zwar ebenso zu ihren Chancen, der klare Sieg für Dunajska Streda geht aber insgesamt jedenfalls in Ordnung. Auch auf den Rängen geben die Blau-Gelben den Ton an, obwohl der heimische Fansektor doch ganz ansprechend dagegenhält. Und mit den bereits eingangs erwähnten Gesängen für Ungarn hat man sowieso immer auch eine gemeinsame Basis.

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