Weinbergstadion, 73 Zuschauer
Im wilden Westen von Dresden reift neben dem Wein auch die Fantasie besonders gut heran. Manchmal sogar so gut, dass daraus Deutschlands bekanntester und wohl auch meistverkaufter Abenteuerschriftsteller entsteht.
Wegen seiner reizvollen Lage zwischen Elbe und Weinbergen wird Radebeul auch „Sächsisches Nizza“ genannt und zählt heute rund 34.000 Einwohner:innen. Einer der bekanntesten hier je lebenden Menschen war der deutsche Autor Karl May, der 1896 mit seiner ersten Frau in ein frisch erbautes Anwesen einzog. Nur kurz später ließ er auch den Schriftzug „Villa Shatterhand“ an der Villa anbringen, benannt nach einer seiner berühmtesten Romanfiguren.
Heute befindet sich in seinem ehemaligen Wohnhaus das Karl-May-Museum, welches sich durchaus kritisch mit ihm, aber auch der Vermittlung des Bildes über das indigene Nordamerika auseinandersetzt. Neben Schaustücken aus der May-Sammlung wird zudem auch moderne indigene Kunst in einem eigenen Haus ausgestellt. In der Gartenlandschaft erinnert eine Figurengruppe an den Kampf von Natives gegen die Aneignung ihrer Symbole und Namen durch US-Sportmannschaften.







Besonders viel Fantasie wäre tatsächlich notwendig, um aus dieser Begegnung der zweiten Runde im Landespokal Sachsen eine besonders hochklassige zu machen. Durchaus umkämpft mit wechselndem Chancenplus auf beiden Seiten ist sie aber jedenfalls.
Die Gastgeber laufen lange einem 0:1-Rückstand hinterher und spielen kurz nach dem Ausgleich durch eine Rote Karte in Unterzahl. Eine Verlängerung des Abenteuers ist daher zwingend notwendig, in der zehn Mann überraschend frischer wirken. Tatsächlich gelingt den Hausherren auch noch der Siegestreffer, womit sie einem Elferschießen entgehen.










