Standard de Liege – Waasland-Beveren 5:0

Stade Maurice Dufrasne, 23.995 Zuschauer

Eigentlich war ja auch kurz der Länderpunkt Luxemburg für diesen Trip ins Auge gefasst. Das Schicksal – oder die günstigeren öffentlichen Verbindungen – hat mich dann aber doch nach Lüttich geführt. Ob das gut oder schlecht war, kann ich noch nicht so richtig beantworten.

Die Stadt ist ein Paradebeispiel für eine hässlich-schöne Ansammlung von Gebäuden. Teils sind Stellen (vor allem an der vorbeifließenden Maas) wundervoll, zwei Schritte weiter denkt man, jetzt geht’s dann abwärts. Zwischendrinnen dann noch jede Menge moderner Architektur und fast an jeder Ecke arme, bettelnde Menschen. Eine irgendwie aufwühlende Mischung jedenfalls.

Das Standard-Stadion ist etwas südlich vom Zentrum und vom Hauptbahnhof angesiedelt. Der Rezeptionist erklärt mir, dass es dorthin ein feiner Spaziergang von rund 20 Minuten sei, selten konnte man mehr irren. Es sind rund 45 Minuten, was noch nicht so das Problem gewesen wäre, aber auch die Gegend, nämlich teils aufgelassene, teils noch intakte, aber deswegen nicht viel mehr vertrauenserweckende Industriegebäude, kann schwerlich als fein bezeichnet werden.

Ganz anders dann das Stadion von Lüttich: Ein mächtiger, sich mit drei Rängen erhebender Bau bietet ein extrem geiles Ankunftserlebnis. An der Stadionkassa lerne ich noch dazu einen tschechischen Groundhopper aus Liberec kennen, mit dem ich mir die Wartezeit bis zur Öffnung der Tore vertreibe. Dann kommt es allerdings zur unguten Erfahrung mit den belgischen Ordnern, denn der Kollege wird mit einer (verdammt kleinen) Tasche nicht durchgelassen und schließlich gleich wieder des Stadions verwiesen… Absolut übel.

Weitaus besser ist dann das Erlebnis im Stadion selbst. Stimmung machen bei den Heimfans jeweils zwei Fanblöcke auf beiden Hintertortribünen. Aber auch auf der Geraden, auf der ich meine Karte habe, wird das gesamte Match hindurch gestanden und teils auch mitgesungen. Von daher kann man sich kaum mehr wünschen. Das Match ist freilich auch nicht gerade ununterhaltsam. Die Übelegenheit der Gastgeber zeigt allein die Tatsache, dass vor dem 1:0 zwei Tore wegen Abseits nicht gegeben werden und ein bereits angezeigter Elfmeter noch auf Eckball geändert wird. Dennoch lautet bereits der Pausenstand 3:0.

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