FC Vaduz – FC Zürich 0:3

Rheinpark Stadion, 4.527 Zuschauer

Der Tag beginnt mit einer weiteren Interpretation der deutschen Sprache. Eine Hilfe oder genauer gesagt Koffer tragende Kraft suchende ältere Frau erzählt mir am Bahnhof ihre halbe Lebensgeschichte – ungefähr die Hälfte davon hab ich auch verstanden. Immerhin konnte ich Kräuterzuckerl fürs Tragen abstauben, ich habe mich schon bedeutend billiger verkauft… Die Reise nach Vaduz – und damit zum nächsten Länderpunkt – hat also begonnen.

Liechtenstein im Allgemeinen und Vaduz im Speziellen fühlt sich in etwa so an wie Andorra – nur etwas kunstlastiger. Das Geld ist hier also nicht nur in Briefkästen geparkt sondern materialisiert sich auch in steinummantelten Gemälden. Das Stadtbild beherrschend – wie könnte es anders sein – ist natürlich die Fürstenburg.

Das Stadion befindet sich etwas abseits des Vaduzer Stadtzentrums, dem Namen entsprechend direkt am Rhein. Die vier Tribünen sind für ein Kleinstadion durchwegs okay, wenn auch nicht gerade stimmungsfördernd weit auseinandergebaut. Wenn, dann sorgen aber wohl meist eh eher die Gästefans dafür, wie heute die sicher knapp über 1.500 Züricher. Der fürstentümliche Fansektor ist nämlich höchstens als bemüht zu bezeichnen, auch wenn er mit dem Transparent „Des Polizisten ganzer Stolz“ durchaus Ironiepunkte abstauben kann.

Die Schweizer Superliga wird Vaduz nächstes Jahr jedenfalls wohl nicht mehr sehen, die Roten spielen klar gegen den Abstieg – und so, wie sie heute auftreten, wird er wohl auch nicht mehr zu verhindern sein. Die Züricher plagen sich zwar lange Zeit mit dem extrem defensivem Spiel der Gastgeber, in der zweiten Halbzeit haben sie dann aber keine Probleme mehr mit der müder werdenden Liechtensteiner Mannschaft.

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