Flushing Shooters – St. Mikes United 0:3

Flushing Meadows Corona Park, ca. 100 Zuschauer

Eigentlich hätte es nach den doch eher aufwendigen letzten Tagen nur ein gemütlicher Tag im Park werden sollen. Doch dann kam zuerst das Aufsaugen der Atmosphäre eines Baseball-Spiels dazu und dann noch unerwarteter ein Spiel einer Hispano-Park-Liga. Das Leben steckt also voller Überraschungen.

Queens ist der flächenmässig größte New Yorker Stadtteil und verfügt über eine besonders hohe kulturelle Vielfalt. Die Hispanics haben hier zwar „nur“ einen Anteil von 28% an der Bevölkerung, gefühlt ist er aber um einiges höher. In den letzten Tagen habe ich in fast allen Geschäften Spanisch als zumindest zweite Verkehrssprache wahrgenommen, meist gegenüber dem Englischen bevorzugt.

Sind bereits im Rest von New York viele Anzeigen oder auch Verkehrshinweise ganz normal in Englisch/Spanisch angeschrieben, so erhöht sich das hier noch einmal um ein Vielfaches. Das Stadtbild ist eher ärmlich, wobei das auch an dem vielen Müll, der überall herumliegt, liegen mag. Einfamilienhäuser überwiegen, Wolkenkratzer sind fast keine zu finden – am ehesten noch mehrstöckige Apartementbauten.

Im Stadtteil befindet sich auch der Corona Park von Flushing Meadows, der für die Weltausstellung 1939/40 angelegt wurde. An dessem Eingang steht mit dem Citi Field der Mets das zweite große Baseball-Stadion von New York. Dass an diesem Tag ein Spiel hier stattfindet, wusste ich nicht, nehme aber gerne die Atmosphäre eines solchen Events auf, bevor ich weiter in die Grünanlage vordringe und dabei auch am Tennisstadion der US Open vorbeikomme.

Überall im Park finden Fußballspiele statt – auch hier ist überwiegend Spanisch die verwendete Sprache. Bei einem Match bleibe ich dann über die gesamte Spielzeit hängen. Es handelt sich dabei um eine Partie einer Studenten-Liga, die zu Ehren eines ecuadorianischen Einwanderers veranstaltet wird, der den Hispanic-Fußball besonders gefördert hat und im letzten Jahr verstorben ist.

Jedes Spiel wird von drei Schiedsrichtern geleitet, die Teams bestehen allerdings aus lediglich zehn Spielern. Verwandte, Bekannte und Neutrale verfolgen das Geschehen auf dem Rasen aufmerksam und unter teils lautstarker Anteilnahme. Die Nachfolgepartie zwischen Las Islas Malvinas und La Juve hätte mich dann fast noch mehr interessiert, weil vor allem auch die Mannschaften noch professioneller wirkten, die langsam einsetzende Bewölkung und mit ihr die aufkommende Kälte vertreiben mich dann aber schneller als mir lieb ist.

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