CD Universidad de Concepcion – CF Universidad de Chile 1:3

Estadio Ester Roa, ca. 10.000 Zuschauer

Als sehr industrielle Stadt wurde mir Concepcion von einem Chilenen angekündigt, „Kommunistenhochburg“ soll sie zudem aufgrund der zahlreichen Universitäten sein. Während mich das Zweitere ja nicht im Geringsten stören würde, empfand ich die andere Einschätzung als wenig zutreffend.

Die Stadt liegt am Mündungsgebiet des Flusses Bio-Bio in den Pazifik. Die starken Temperaturschwankungen untertags bekomme ich bereits bei der Ankunft mit. Hohe Temperaturen mit Sonnenschein schlagen gegen frühen Abend in eine kühle Brise um, die kurzes Leiberl und Shorts fast schon unbequem machen.

Die Stadterkundung am Sonntag, durchaus bereits um Mittag, führt lange Zeit durch eine fast ausgestorbene Innenstadt. Sowohl die breite Einfallstraße mit ihren angenehmen Fußgängerwegen als auch die parallel verlaufende Fußgängerzone wissen allerdings dennoch zu gefallen. Mit aufkommender Sonne trauen sich dann langsam auch wieder Menschen ins Freie.

Rund um das Stadion herrscht schon etliche Stunden vor Anpfiff Hochbetrieb, aber fast ausschließlich durch Fans von „La U“ – also der Gastmannschaft aus Santiago. Sowohl die Parks als auch die Eingangsbereiche werden quasi durchgängig von Blau-Roten bevölkert. Nur die extrem kriegerisch auftretende Polizei „lockert“ dieses Bild etwas auf.

Auch im Stadion schlägt sich das dann nieder, sogar in einer Form, wie ich es noch nie erlebt habe. Quasi alle Sektoren sind in der Hand der Auswärtsfans, nur der VIP-Bereich und ein kleiner zusätzlicher Teil ist den Blau-Gelben zugewiesen. Überall anders sind Heimfans höchstens an der Hand abzuzählen. Dies schlägt sich dann auch in einem Pfeifkonzert für die aufwärmenden und auflaufenden Gastgeber nieder, eigentlich ein demütigendes Schauspiel. Selbst das Klubmaskottchen bewegt sich nicht – wie sonst in der wunderbaren neuen Fußballwelt üblich – durchs ganze Stadion, sondern nur im kleinen „Reservat“ für die Heimfans.

Stimmungstechnisch ist durchaus einiges los, die Gesänge der Universidad-Anhänger sind abwechslungsreich und in Teilen sogar eher „europäisch“ angehaucht – also mehr im Skandier- als im melodischen Singstil. Zu feiern haben sie ohnehin einiges, denn ihr Team setzt sich in einem eher schlechten Spiel klar und deutlich durch.

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