Ujpest FC – Videoton FC 1:2

Szusza Ferenc Stadion, 2.194 Zuschauer

Nach einer ausgiebigen Besichtigung der Budapester Sehenswürdigkeiten am Freitag und Samstag (darunter auch das riesige Mural zu Ehren des historischen 6:3-Siegs der ungarischen Nationalteam über England in London 1953, das sich im ehemaligen jüdischen Viertel befindet) geht es am Samstagabend gemeinsam mit Hannes, einem Freund aus der Heimat, in den Norden der Stadt, zum ersten Spiel des Wochenendes.

Von der U-Bahn-Station noch etwa 20 Minuten Fußweg entfernt, liegt das Szusza Ferenc Stadion mitten in einem Wohngebiet und dadurch nicht gerade leicht erkennbar. Aus Sicherheitsgründen werden wir noch einmal um den ganzen Block geschickt, um unsere Karten in einer kleinen Seitengasse erstehen zu können. Da die Ansteherei doch etwas länger dauerte ist auch nichts mehr mit Stadionumrundung, die aber ohnehin sehr schwer geworden wäre, weil hier entweder alles abgesperrt oder schlicht verbaut ist.

Für knapp 10 Euro haben wir die besten Plätze auf der „Tribün“ ergattert, von Luxus ist man hier aber noch ganz weit entfernt. Im für knapp über 13.000 Zuschauer konzipierten Stadion nehmen heute nur 2.194 Zuschauer Platz, welche dennoch für ganz ordentliche Stimmung und aufseiten von Ujpest sogar für kleinere Fahnenchoreos sorgen. Einerseits ist die Heimkurve ganz engagiert, andererseits haben die Gäste aus Szekesfehervar auch gar nicht so wenige Anhänger mobilisiert. Vor allem in der zweiten Hälfte, als das Spiel zusehends an Fahrt aufnimmt, kommt nette Matchatmosphäre auf.

Bis dahin muss man sich allerdings mit relativ typischem ungarischem Fußballniveau zufrieden geben. Zwar beginnt das Match recht flott, verliert sich dann aber sehr schnell in vielen individuellen Fehlern auf beiden Seiten und flacht rasch ab. Erst nach einem Doppelschlag der Gäste kommt auch Ujpest ein wenig in Fahrt, das 1:2 gelingt allerdings in einem Moment, wo zumindest ich nicht mehr mit einem Tor der Lilanen gerechnet hätte. Ab da ist wirklich gute Stimmung im Stadion, auch wenn sich rasch zeigt, dass die Gastgeber nicht mehr nachlegen können und als verdienter Verlierer vom Platz gehen.

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