Celta de Vigo – Levante UD 0:1

Estadio Municipal de Balaidos, 14.000 Zuschauer

Dummheit (oder vielleicht auch einfach ein bissl Fußballverücktheit) muss leiden: So viel stell ich bereits auf dem Weg zu meiner neuen Destination fest. Zwar ist der Weg, einmal aus Valladolid heraus, mit dem Leihwagen größtenteils relativ easy, die letzten Kilometer vor, und dann speziell in, Vigo werden dann aber Hardcore (für die CO2-Fetischisten: Per Zug wär das Spiel nicht zu machen gewesen, siehe wieder Satz 1). Erst setzt strömender Atlantikregen ein und dann wird mir das wohl sehr schöne, aber sehr verwinkelte Städtchen zum Verhängnis. Zumindest fand ich danach heraus, dass ich am Weg zur Rückgabestation zwei Mal an meinem Hotel vorbeigekommen bin – und dieser ****-Berg brachte mich und die Handbremse zum Rotieren, einige Grünphasen erfreuten sich hingegen wenig Erwiderung, auch die Einheimischen hinter mir hatten Spaß.

Naja: Wegen Fußball warat’s, gell? Nachdem ich sicher schon erwähnte, dass es regnete (verdammt: REGNETE!!), ist jede etwaige Nachfrage nach Sightseeing gestrichen. Dieses tolle Naß kommt hier nämlich nicht per Tröpfchen oder Kübel auf einen herab, sondern in ganzen Ozeanladungen. Relativ unkompliziert jedenfalls die Anreise zum Estadio Municipal de Balaidos, per Öffi-Bus (CO2-Bilanz, ole!). Von Außen gibt’s leider – wegen: eh schon wissen – wenig Fotos, ist einfach ne ziemlich abgefrackte Betonschüssel, die neu gebaut worden wäre, wenn Spanien den Zuschlag zur EURO 2018 bekommen hätte. Abgesehen von Beton jedenfalls doch trotz seines Alters ein ganz ansehnliches Oval. Und Innen war’s wenigstens trocken, zumindest über weite Strecken und in manchen Tribünenbereichen…

Durch den Dauerregen haben sich die knapp über 14.000 Zuschauer, vor allem auf den gegenüberliegenden Rängen, weit zurückgezogen, auf den vorderen Plätzen wär’s einfach zu feucht geworden. Dadurch wirkt das Stadion leerer, als es tatsächlich ist. Beeindruckend in den Anfangsminuten ist die Vereinshymne, die bei Schalparade von jedem gesungen wird. Auch während des Spiels geht es ganz nett dahin, selbst wenn die Bedingungen für die Kicker (Ivanschitz von Beginn und bis zur 60. Minute) ein Wahnsinn sein müssen. Nachdem ich sehr oft den Platz wechsle fällt mir auch was anderes auf: Mary Jane ist hier keine Unbekannte – ganz und gar nicht! Überall liegt süßer Duft in der Luft.

Das Spiel ist trotz des tiefen Bodens ganz ansehnlich, mit klaren Vorteilen für Vigo (laut „Marca“ am nächsten Tag 73% Ballbesitz), das dieses Wetter wohl besser kennt. Ein Tor gelingt den Hausherren allerdings nicht. Etwas dunkel dann der Auftakt zu Hälfte zwei, weil das Flutlicht pünktlich den Geist aufgibt. Die Spieler kehren in die Kabinen zurück, die Fans vertreiben sich die Zeit mit Laola und Gesängen. Diese verstummen dann allerdings kurz vor Schluss, als Levante eine der wenigen Chancen in dieser Wasserschlacht nutzt und den Siegtreffer erzielt. Zum Hotel ging’s dann mit dem Taxi – ¡CO2, puta de mierda!

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