SpVgg Unterhaching – Eintracht Braunschweig 3:0

Alpenbauer Sportpark, 3.000 Zuschauer

Sie hassen Burghausen, ihren Gegner Braunschweig sowieso. Aber auch gegenüber Giesing (und damit 1860) und den FC Bayern hegen sie nicht gerade freundschaftliche Gefühle. Wenn man dementsprechend drauf ist und dennoch in München wohnt, bleiben einem nicht mehr viele Vereine zum Unterstützen über. Die Spielvereinigung Unterhaching ist einer davon.

Vorstadt als Bezeichnung für den Stadtteil ist insofern etwas irreführend, weil sie schon fast mehr aus Feld als Stadt besteht. Neue Siedlungen und alte Mietskasernen säumen den Weg von der S-Bahnstation zum Stadion. Weiter südlich liegt dann Unterhaching selbst, das ich mir aber aufgrund des erneut feuchtkalten Wetters nicht einmal in Ansätzen anschaue.

1999 bis 2001 verbrachte die 1925 gegründete Spielvereinigung zwei Jahre in der Bundesliga, danach pendelte sie zwischen 2. und 3. Spielklasse hin und her. Dass der erst in den 90er-Jahren errichtete Sportpark allerdings jemals erstligatauglich war, verwundert zumindest in seinem heutigen Zustand doch etwas – vor allem auch, wenn man es mit dem gestern besuchten Stadion vergleicht. West- und Osttribüne sind zwar durchaus ansehnlich, die Hintertortribünen aber doch etwas mitgenommen. Infrastrukturell wirkt alles eher provinziell, auch wenn offenbar an einigen Stellen nachgebessert wird.

Kurze Zeit geben die Gästefans hier den Ton an, doch wiederholt schwere Stellungsfehler in der Defensive vergällen ihnen spätestens zu Beginn der zweiten Halbzeit jegliche Singlaune. Zu diesem Zeitpunkt können die Unterhachinger nämlich 2:0 in Führung gehen, nachdem sie bereits nach 15 Minuten die blau-gelbe Abwehr einfach überlaufen hatten. Nach dem zweiten Treffer ist die Spielvereinigung dann vollkommen spielbestimmend, fast schon in erschreckendem Ausmaß. Dass nur mehr ein Tor durch Elfmeter hinzukommt gleicht beinahe schon einem Wunder.

Der Support der Heimfans ist bemüht und nett, beeidruckend würde ich ihn allerdings nicht nennen. Bei guten Aktionen und auch den Toren geht durchaus das gesamte Stadion mit, Gesänge kommen sonst nur von der eher dünn besetzten Hintertortribüne. Einen Großteil der Zeit werden dabei allerdings – wie in der Einleitung bereits angedeutet – eher die Feindschaften als anderes besungen.

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