FK Dainava Alytus – FK Kruoja Pakruojis 0:5

Alytaus Stadionas, 500 Zuschauer

Zu Alytus im Süden Litauens weist Lonely planet erstmals gar nichts aus, Wikipedia beschreibt es als reine Industriestadt. Dabei hat die „Stadt der weißen Rose“ durchaus etwas zu bieten, vor allem im echt charmanten Zentrum. Alytus ist die sechstgrößte Stadt Litauens und die größte im Süden. Rundherum – und auch bei der Anfahrt durchquert – liegen Wälder und Nationalparks.

Es ist meine letzte lange Anreise mit dem Mietwagen und daher ziehe ich nach knapp über 700 litauischen Straßenkilometern auch mal Resümee in dieser Hinsicht: Zwar sind einige Sachen gewöhnungsbedürftig (etwa direkte Wendemöglichkeiten auf Autobahnen, auch Radfahrer und Fußgänger wurden gesichtet) und zudem sind die Litauer NIE entsprechend der Tempobeschränkungen unterwegs, ziemliche Drängler und teils wahnwitzige Überholer, dennoch war das Fahren hier eigentlich nie ein Problem. Vor allem die langen, Tundra-mässigen Strecken, wo außer von ein paar Störchen kein Gegenverkehr zu erwarten ist, haben es mir echt angetan.

Das städtische Stadion liegt unweit des Zentrums, mitten in einem Park und dürfte ziemlich neu sein. Etwas erstaunt bin ich, weil man für das Spiel offensichtlich keinen Eintritt verlangen will. Auch die Sicherheitsvorkehrungen sind de facto nicht vorhanden, was doch etwas ungewöhnlich für ein Erstligaspiel ist. Die überdachte Haupttribüne ist echt ganz nett, was nicht zuletzt an den violetten Sitzen liegt. Gegenüber befindet sich auch noch eine kleine Gerade, die jedoch ohne Dach auskommen muss. Im Inneren der Haupttribüne sind die blau beleuchteten Männertoiletten das absolute Highlight.

Das Heimteam hat zuletzt ergebnismässig einiges auf die Mütze bekommen (inklusive dieser – zwölften – Runde ein Torverhältnis von -66!!!), was auch den schütteren Besuch von etwa 500 erklären mag. Bereits in der zehnten Minute steht es nach Handselfer 0:1, einen etwas kleinlich gepfiffenen zweiten Elfer in der 13. Minute kann der Heimgoalie an die Stange abwehren, womit auch das Halbzeitergebnis trotz drückender Überlegenheit der Gäste fixiert ist. Gleich nach Wiederanpfiff klingelt es allerdings wieder, und dann noch ganze drei mal. Die einzige Arbeit, die der Gästegoalie zu verrichten hat, sind glaub ich zwei Ausschüsse, die eher zufällig zustandegekommen sind.

Einige Gästefans fiebern beim Spiel auf der Haupttribüne mit, auf der Gegengeraden gibt es einen, gar nicht so unaktiven, Heimblock. Recht viel mehr als 20 Leut sind das aber nicht. Dennoch singen diese auch beim Stand von 0:5 noch – recht viel anderes bleibt ihnen bei den traurigen Ergebnissen der letzten Zeit ja sowieso nicht übrig…

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