Adolf-Jäger-Kampfbahn, 2.529 Zuschauer
Für mich sollte es die Premiere im zweiten Anlauf sein, für Altona die Revanche für die Niederlage im Endspiel 2016. Nur ein Wunsch davon erfüllte sich im Halbfinale des Hamburger Regionalcups dann auch wirklich. Nachdem dies ein Spielbericht ist, war es wohl nicht allzu schwer zu erraten.
Vor knapp 15 Monaten war ich bereits einmal in Altona, das Spiel fiel damals aber ins sprichwörtliche Wasser. Informationen über den Stadtteil von Hamburg und weitere Bilder findet ihr daher vor allem im damaligen Bericht. Diesmal präsentiere ich hier etwas Streetart, welche die Straßenzüge hier so stark prägt.













Der Verein wurde 1893 als Altonaer Fußball- und Cricketclub gegründet und zählt damit zu den ältesten deutschen Fußballvereinen. Absolute Glanzzeit war bereits vor dem Ersten Weltkrieg, als mehrere Stadtmeistertitel errungen werden konnten und zudem in den Endspielen um die deutsche Meisterschaft erst im Viertelfinale (1914) bzw. sogar Halbfinale (1903, 1909) Endstation war.
In den letzten Jahren mauserte sich der Verein zu einer Alternative für Fans, denen die Entwicklung beim FC St. Pauli zu stark in Richtung Kommerzialisierung geht. Andererseits merkt man doch auch große Überschneidungen bei den Anhänger:innen: Durch die Bank sind viele Utensilien des Kiezklubs beim heutigen Spiel zu sehen. Bereits im Vorfeld war zu lesen, dass die gleichzeitige Ansetzung des Bundesligaspiels von St. Pauli gegen den VfB Stuttgart die Vereinsverantwortlichen um noch höhere Zusatzeinnahmen fürchten ließ. Immerhin träumte man sogar von einem ausverkauften Haus, dazu hätten allerdings doppelt so viele Menschen erscheinen müssen.
Nach 90 Minuten bleibt die erhoffte Revanche für die Finalniederlage 2016 leider aus, ein echter Cupfight entwickelt sich dennoch. Schnell liegen die Gastgeber 0:2 zurück, kommen dann aber immer besser ins Spiel. Durch einen Doppelschlag in der 41. und 44. Spielminute gelingt Altona der Ausgleich vor dem Halbzeitpfiff. Auch in Hälfte zwei sind die Schwarz-Weiß-Roten lange Zeit die gefährlichere Mannschaft, der Siegestreffer gelingt allerdings Norderstedt in Minute 69. Das letzte verzweifelte Aufbäumen von Altona hilft nichts mehr. Der Traum vom regionalen Cupsieg und damit einem Fixplatz im DFB-Pokal ist ausgeträumt.


















