Fremad Amager – FC Helsingor 2:0

Sundby Idraetspark, ca. 1.500 Zuschauer

Zerstört vom färöischen Fußball. Jetzt habe ich endlich jemanden gefunden, der das neben Pepi Hickersberger noch sagen kann. Und hier handelt es sich gar um einen gesamten Fußballverein und nicht nur eine einzelne Trainerkarriere. Ähnlich wie der österreichische Trainer kamen aber auch die „blau-weißen Engel“ wieder zurück. Und das sogar ziemlich erfolgreich.

Vor dem Zweitligaspiel wurde noch eine kleine Runde durch die Innenstadt von Kopenhagen gedreht, die ja durchaus kompakt zu begehen ist. Selbst an einem ruhigen Sonntag merkt man, wie viel hier auf Radverkehr gesetzt wird und wie wenig Autoverkehr es für eine doch nicht so kleine Stadt gibt. Vor allem die beiden langen Fußgängerzonen in der Stadtmitte sind extrem fein zum gemütlichen Flanieren.

Fremad Amager („Fremad“ heißt Vorwärts, Amager ist jene Insel bei Kopenhagen, auf der sich auch der Flughafen befindet) wurde 2007 vom ehemaligen färöischen Fußballstar Todi Jonsson gekauft. Ziel war es, mit dem Verein den färöischen Fußball zu fördern. Statt in die Superliga führte das Experiment allerdings zum Abstieg in die Drittklassigkeit und 2008/9 dann sogar zum Konkurs. Fremad wurde neu gegründet und kämpfte sich von der fünften wieder zurück in die momentan zweite Liga.

Wie die Stimmung damals war kann ich freilich nur erahnen, heute ist sie jedenfalls sehr kultig und angenehm. Bereits von Weitem hört man die Klänge einer Rockband, als ich mich dem Sundby Idraetspark nähere. Direkt vor dem Zugang zur Bühne unterhalten ein paar „Lederne“ sowohl Heim- als auch Auswärtsfans bei harten Klängen und strahlender Sonne. Das Publikum ist gemischt, alternativ, äußerst entspannt – und verdammt singfreudig.

Dies ändert sich auch nach Anpfiff nicht, lediglich die Sonne versteckt sich zusehends. Erwärmend wirkt dafür ein Knusperbraten-Sandwich mit Rotkraut (siehe Bilder), das es mit Anhieb unter die Top-10 der jemals verköstigten Stadionspeisen schafft. Helsingor hat einige Anhänger zum Ausflug in die Hauptstadt mitgenommen, die sich fleißig mit den Heimfans in Sachen Stimmung matchen. Viele Gesänge gibt es allerdings nicht, der Großteil ist schlicht auf das Spiel selbst bezogen. Immerhin haben die „Blau-weißen Engel“ aus Amager aber zwei Mal richtig Grund zum Jubeln, wodurch Fremad einen wichtigen Sieg gegen den Abstieg feiern kann.

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