Sportni Park Beltinci, 250 Zuschauer
Ob man es mir nun glaubt oder nicht: Aber wenn Wikipedia als dritte Sehenswürdigkeit des ins Auge gefassten Reisziels das örtliche Fußballstadion angibt, dann werden selbst unbekümmerte Seelen wie ich einmal skeptisch. Allerdings muss ich nach dem Besuch auch zugeben, dass die Realität der Information aus dem Internet hier durchaus standgehalten hat. Dennoch war der Ausflug ins benachbarte Slowenien alles andere als ein Fehler, entkamen wir so immerhin dem Wintereinbruch in der Heimat und konnten ordentlich Frühlingssonne tanken.
Die Ortschaft Beltinci liegt im Dreiländereck mit Ungarn und Österreich und hat rund 2.800 Einwohner:innen. Die noch vor dem Stadion gereihten Highlights der Ansiedlung sind die Kirche Sankt Ladislaus, die wahrlich ein durchaus beeindruckender Bau für so einen kleinen Ort darstellt. Die nicht weit davon gelegene Burg hat sicher durchaus schon bessere Zeiten gesehen, auch wenn ein kleiner Teil sogar bereits renoviert aussieht.







Direkt vor dem kleinen Stadion liegt ein Rodelhügel – mit eigenen kleinen Schneekanonen und sogar eigener Pistenraupe! Dass es dieses Kuriosum nicht in die Sehenswürdigkeiten geschafft hat, kann nur dem Umstand geschuldet sein, dass die Kommune offenbar doch nicht ganzjährig beschneit.
Der örtliche Fußballklub wurde 2006 nach dem Konkurs des Vorgängers gegründet, hat sich aus den Untiefen des slowenischen Fußballs in die zweite Liga hochgekämpft und hält sich in dieser seit mittlerweile fast zehn Jahren. Das fußballerische Niveau ist dabei nicht unbedingt immer das höchste, wie auch die heutige Partie zeigt.
In einem über weite Strecken mehr aus einem Hauen und Stechen bestehenden Spiel gehen die Gastgeber früh in Führung und halten diese bis weit in die zweite Hälfte hinein. Mit einem Witz von einem Abroller gelingt den Gästen dann aber doch noch der Ausgleich, sie selber können es wohl am wenigsten fassen.



















