Stadion Hlubina, 292 Zuschauer
Es gibt schon mehrere Gründe, Ostrava zu besuchen. Das hab ich bei meinen letzten Visiten immer wieder feststellen können (November 2014, September 2018). Bei einem Match von TJ Unie vorbeizuschauen würd wohl von allen am wenigsten Sinn zu machen, gäbe es da nicht diese herrliche Aussicht auf ein Eisenwerk direkt hinter einem der Tore. Die ikonische Skyline hat es sogar auf die Trikots des Klubs geschafft.
Unie Hlubina wurde 1919 in einem der mährischen Stadtbezirke Ostravas gegründet. Benannt wurde der Verein nach dem Kohlebergwerk Hlubina (1992 eingestellt), das sich direkt angeschlossen an das Eisenwerk befand. Der ehemalige Förderturm ist daher auch Teil des industriehistorischen Panoramas.
Es ist Frühjahrsauftakt in der dritten tschechischen Liga, und auf die Gastgeber wartet mit dem Tabellenführer gleich eine schwere Aufgabe. Aus dem nahen Trinec sind einige – vor allem singfreudige – Fans mitgekommen, und diese sehen lange ein durchaus offenes Match. Zwar blitzt bei Trinec immer wieder die technische Überlegenheit hervor, Unie hält aber durchaus stark dagegen.
Es braucht einen Elfmeter, bis der Bann gebrochen ist und sich Trinec klar auf der Siegerstraße wähnen darf. Das 2:0 in Hälfte zwei scheint dann endgültig den Sack zuzumachen. Doch der Tabellenführer wirkt müde, ein Kunstschuss von Hlubina findet doch noch den Weg ins Tor und sorgt für turbulente Schlußminuten. Es bleibt aber beim Sieg für die Gäste.























