FK Blansko – TJ Unie Hlubina 1:3

Stadion na Udolni, ca. 230 Zuschauer

Der frühe Spielbeginn wegen Ostern wurde genutzt, um endlich doch das bei Brünn gelegene Blansko zu besuchen. Allerdings wage ich zu behaupten, dass man hier abseits des Fußballs nicht sonderlich viel Spaß hat.

Der Ort wurde erstmals im Jahr 1131 erwähnt, als hier eine Burg errichtet wurde. Im Lauf der Zeit wuchs die Ansiedlung rund um die Verteidigungsanlagen zu einer kleinen Stadt heran, in der vor allem die Eisenproduktion dominierte. In den folgenden Jahrhunderten war Blansko immer wieder in die Religionskriege in der Region verwickelt.

1431 wurde die Festung von den Taboriten (siehe Bericht aus Tabor) eingenommen, und auch der Dreißigjährige Krieg ab 1618 brachte Verwüstungen über die Stadt. Danach wurde Blansko zwischen verschiedenen Adelsfamilien hin und herverkauft, bis eine Bodenreform der ersten tschechischen Republik nach 1918 durch Teilenteignungen der Großgrundbesitzer Schluss damit machte.

Besonders aufregend ist die Stadt heutzutage leider nicht, besteht sie doch weitgehend aus Plattenbausiedlungen. Lediglich das kleine Zentrum ist für ein paar Minuten durchaus schön anzusehen. Als besonderes Highlight gilt die im Ort stehende Holzkirche, die 1936/37 aus den ukrainischen Karpaten nach Blansko versetzt wurde und der heiligen Paraskevi gewidmet ist.

FK Blansko entstand erst 2004 durch eine Fusion der lokalen Vereine ASK und TJ CKD. 2020 gelang der bisher größte Erfolg der Vereinsgeschichte, als der Aufstieg in die zweite Liga des Landes gefeiert werden durfte. Die Freude darüber währte aber nur eine Saison lang, seitdem muss sich der Klub wieder mit der dritthöchsten Spielklasse zufriedengeben.

Großteils (und auch heute) trägt FK seine Matches im Stadion von CKD aus. Zu seinen besten Zeiten muss es mal durchaus ein ansehnlicher Bau gewesen sein. Denn die Überreste einer großen, direkt in einen Hang eingelassenen Haupttribüne sind auch heute noch schön anzuschauen. Bis auf drei lange Sitzreihen und einige Stufen ist aber nichts mehr davon über.

Ebensowenig bestehen heuer noch große Aufstiegshoffnungen weder für die Gastgeber noch die Gäste aus Ostrava. Beide halten bei rund 30 Punkten, der Tabellenführer verfügt über doppelt so viele. Immerhin ist damit aber auch die Abstiegszone in sicherer Entfernung. Ein dementsprechend befreites Spiel entwickelt sich auch heute, in dem es zu Chancen hüben wie drüben kommt. Insgesamt sind die Gäste in ihren schicken Zechen-Dressen aber die gewieftere Mannschaft und setzen sich zurecht durch.

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