Stadion Park Mladezi, 50 Zuschauer
Bevor es zum großen Highlight-Spiel dieser Tour weitergeht, steht auch noch ein Besuch beim Frauen-Fußball an. Dabei begeben wir uns auf die Spuren von Ivica Vastic, laut „Krone“ immerhin „echter Österreicher“ – aber gebürtig eben aus Split.
Die zweitgrößte Stadt Kroatiens liegt am Meer, alleine das ist ja schon ein ziemlicher Bonuspunkt. Allerdings baut Split diesen Startvorteil durch eine beeindruckende Schönheit noch weiter aus. Die große Hafenpromenade mit zahlreichen Cafes und Restaurants schließt direkt an die historische Altstadt an und verleitet zum Bummeln und einfach Genießen.








Das Stadion ist Heimstätte von RNK (Radnicki Nogometni Klub=Arbeiterfußball-Verein) und damit des kleineren Stadtvereins. Ivica Vastic startete hier seine Karriere, obwohl damals auch schon Hajduk auf ihn aufmerksam geworden war. Da er aber fürchtete, nur in der zweiten Mannschaft zum Einsatz zu kommen, entschied er sich eben für Option 2.
Kurz nach Kriegsausbruch begab er sich dann aber sowieso nach Wien, spielte zuerst bei der Vienna und kam von dort über mehrere Stationen zu Sturm Graz und ins österreichische Nationalteam. Lange Zeit war er bei diesem einziger österreichischer Torschütze bei einer EM-Endrunde, was ihm dann auch die zweifelhafte Adelung durch die österreichische Version der „Bild“ einbrachte.
ZNK besteht seit 2009 und ist direkte Nachfolgerin von ZNK 8. mart (also „8. März“), dem ersten Frauenfußballverein von Split. Dieser war 1971 aus der Taufe gehoben wurde. In der jüngeren Geschichte wurde der Klub dreimalig kroatischer Meister und fünffacher Cupsieger. In dieser Saison geht es aber im Play-off gegen den Abstieg aus der höchsten Klasse mit acht Vereinen.
Das Spiel wird durchaus vom starken Wind beeinflusst, der hohe Pässe fast verunmöglicht. Noch viel stärker greift aber der etwas überfordert wirkende Schiedsrichter in die Partie ein. Sehr fragwürdige Entscheidungen werden in der letzten Spielminute von einem Elferpfiff übertroffen, an dem so einiges falsch ausgeschaut hat. Nachdem ZNK bereits zuvor einen anderen Strafstoß vergeben hatte, wird dieser verwandelt. Direkt danach beendet der Mann in Blau das Spiel. Die Gorica-Spielerinnen hätten ihn wohl sonst auch noch zu Tode beschimpft.




















