NK Solin – NK Jadran Lukan Ploce 2:1

Stadion Pokraj Jadra, 200 Zuschauer

Kurz nach Abpfiff der ersten Partie des Tages geht es auch schon weiter, und gleich wieder runter von der Gebirgskette quasi zurück auf Meereshöhe. Die Taxifahrt über die Autobahn und durch mehrere Tunnel lässt durch den Druckausgleich die Ohren mehrfach knacken.

Solin ist eine Kleinstadt im direkten Einzugsgebiet von Split. Vor allem in der Römerzeit verfügte sie über herausragende Bedeutung. Julius Cäsar erhob sie – damals unter dem Namen Salona – Mitte des ersten Jahrhunderts in den Rang einer römischen Kolonie und machte sie zum Verwaltungszentrum der gesamten Provinz Illyrien. Kaiser Diokletian wurde höchstwahrscheinlich hier geboren, der letzte legitime weströmische Kaiser Julius Nepos residierte in der Stadt von 475 bis 480 unserer Zeitrechnung.

Der älteste Verein der Stadt wurde 1919 unter dem Namen Dioklecijan gegegründet, 1931 aber in seinen heutigen umbenannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgten erneut mehrere neue Bezeichnungen, 1951 kehrte man aber wieder zu NK Solin zurück. Nach dem Jugoslawienkrieg wurden mehrfach Sponsoren in den Klubnamen aufgenommen, 2004 brach man mit dieser Unsitte aber zum Glück wieder.

Das Stadion liegt in geradezu malerischer Lage, die besser nicht erträumt werden könnte. Hätte man mit Fußball nichts am Hut, so müsste man allein wegen der Aussicht auf die Berge und die an sie geschmiegten Dörfer sowie auf die Festung Klis hierherkommen.

Beim heutigen Spiel handelt es sich um eine Spitzenpartie der dritten kroatischen Liga, trifft hier doch der Fünftplatzierte auf den Vierten. Und von Beginn an wird auch das Versprechen auf ein hochklassiges Match eingehalten. Bis in die zweite Halbzeit fordern sich beide Mannschaften, extrem gefährliche Chancen bleiben aber aus.

Nach dem Führungstreffer der Gastgeber brauchen die Gäste lange und etwas Glück, um auch endlich selber anzuschreiben. Danach geht das Spiel kurz in eine Phase, wo alles möglich erscheint und auch ein 4:3 oder 3:4 nicht gerade unwahrscheinlich wirken würde. Schlussendlich entscheidet Solin das Match aber mit nur einem weiteren Treffer durchaus verdient für sich.

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