Stadion Kustosija, 200 Zuschauer
Der Zagreber Hauptbahnhof verfügt zwar über viele Schließfächer, aber nur über ein einziges, das auch einen Schlüssel angesteckt hat und man dadurch auch nutzen kann. Aber was kann man schon von einem Eisenbahnnetz erwarten, bei dem zwischen Slowenien und Kroatien (fast) kein durchgängiger Verkehr existiert und daher die Strecke von Grenzbahnhof zu Grenzbahnhof zu Fuß über eine Landstraße zurückgelegt werden muss…
Die Koffer dann also doch noch sicher verstaut, geht es direkt per Taxi weiter zum ersten Spiel des Wochenendes. Kostusija, so erzählt uns der Fahrer, ist dabei Experimentierfeld und Zuchtlabor eines reichen Mannes, der dort seine, bei ihm unter Vertrag stehenden, jungen Spieler parkt, um sie dann lukrativ weiterverkaufen zu können – meist über die Zwischenstation Dinamo Zagreb. Unter anderem soll auch Dani Olmo, mittlerweile beim FC Barcelona, unter seinen Fittichen stehen (Anm.: Nach einiger Recherchehilfe einer Freundin ist nun auch klar, dass es sich dabei um Andy Bara handelt).
Talentiert sind die Spieler des Zagreber Vorortvereins jedenfalls augenscheinlich, in der ersten Halbzeit aber gegen durchaus konzentriert auftretende Gäste unterlegen. Ein Traumtor aus rund 35 Metern durch ihren auffälligsten Spieler bringt sie dann auch durchaus verdient in Führung. In Hälfte zwei sieht das Geschehen am Platz dann aber durchaus anders aus. Die Jungspunde von Kustosija erarbeiten sich immer mehr Anteile und drehen das Ergebnis dann auch durchaus verdient.
















