SK Hanacka Slavia Kromeriz – SK Sigma Olomouc B 1:2

Stadion Jozky Silneho, 947 Zuschauer

Ins „Athen der Hanna-Region“ ging es am Samstag mit einem Tagesausflug ins nördliche Nachbarland. Dem wunderschönen Stadtzentrum folgte dabei ein ebenso unterhaltsames Fußballspiel mit schlechtem Ausgang für die Gastgeber.

Kromeriz (deutsch: Kremsier) wurde 1997 zur schönsten historischen Stadt Tschechiens gewählt. Es liegt mit rund 28.000 Einwohnern in der extrem fruchtbaren Region südlich von Olmütz, die von den Flüssen March und Hana durchzogen wird und deshalb auch Hanakei (tschechisch: Hanacko, siehe auch Widerspiegelung im Klubnamen) genannt wird. Kromeriz erhielt 1266 die Stadtrechte und war in seiner Geschichte immer wieder hart umkämpft. Welthistorische Bedeutung erlangte es 1848, als nach der blutigen Niederschlagung der bürgerlichen Revolution in Österreich hier ein (für diese Zeit) extrem fortschrittlicher Verfassungsentwurf erarbeitet wurde. Der „Kremsierer Entwurf“ trat allerdings nie in Kraft.

Der örtliche Fußballverein wurde 1919 gegründet und spielte über viele Jahre seiner Existenz eher unterklassig. Als größter Erfolg der Klubgeschichte gilt das Erreichen des Halbfinales im tschechischen Cup 2011, wo man an FK Mlada Boleslav knapp scheiterte. In der Vorsaison stieg man nach rund 15-jähriger Absenz wieder in die zweite Liga auf.

Die Gäste aus Olmütz geben hier lange Zeit den Ton an, nichts deutet darauf hin, dass die Mannschaft mit dem roten Stern auf der Brust auch nur annähernd mithalten kann. Doch in der zweiten Hälfte gerät die komfortable 2:0-Führung doch noch einmal in Bedrängnis. In einer Druckphase erzielen die Gastgeber den Anschlusstreffer, der umjubelte Ausgleich wird allerdings wegen Abseits aberkannt. Danach kann Slavia nicht wirklich mehr nachsetzen und muss sich letztlich mit der Niederlage begnügen.

Hinterlasse einen Kommentar